Erstellt von Susanne Stock

#favouritemodel No. 6 - Wie Vertrauen entsteht

Mein #favouritemodel ist die Baum-Metapher von Stephen M.R. Covey. Mit dieser Symbolik wird das Thema „Vertrauen“ greifbar und erleichtert so im Unternehmenskontext den Zugang zu diesem emotionalen Spielfeld. Die Metapher vergleicht die Entwicklung von Vertrauen bzw. Vertrauenswürdigkeit mit einem Baum.

Die Wurzeln des Baumes stehen für die Integrität:
Die Integrität liegt im Verborgenen – im Wurzelwerk des Baumes – und bildet den Ursprung, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu schaffen. Integrität heißt ehrlich zu sein. Es heißt aber auch das zu tun, was man sagt (Walk the Talk!) und den eigenen Worten die entsprechenden Taten folgen zu lassen, sprich „kongruent“ zu sein. Integrität bedeutet, den Mut zu haben gemäß der eigenen Werte und Glaubenssätze zu handeln.

Der Stamm des Baumes steht für die Absicht:
Der Baumstamm wird schon sichtbarer und erwächst aus den Wurzeln. Bei der Absicht geht es um die persönliche Agenda, die eigenen Motive – und das daraus resultierende Verhalten. Das Vertrauen in eine Person wächst, wenn ihre Motive transparent sind – und wenn diese Motive nicht nur auf das Wohl der eigenen Person oder einzelner Gruppen gerichtet sind. Wenn wir eine sogenannte „hidden agenda“ vermuten, werden wir misstrauisch und beobachten sehr genau, was die andere Person sagt und wie sie handelt.

Die Äste des Baumes stehen für die Fähigkeiten:
Unsere Fähigkeiten, unser Wissen und unsere Talente sind ebenfalls wichtige Faktoren, um Vertrauen herzustellen. Sie sind das Mittel, um gute Ergebnisse zu erzielen und Vereinbarungen einzuhalten. Zum Beispiel mag eine Ärztin oder ein Arzt noch so viel Integrität und positive Absichten haben - wenn ihm die Fertigkeiten und die Erfahrung fehlen, eine wichtige Untersuchung oder Operation durchzuführen, fehlt es ihm am Ende doch an Vertrauenswürdigkeit.

Die Früchte des Baumes stehen für die Resultate:
Die Leistung, die Ergebnisse, die wir schlussendlich erzielen sind die Früchte des Baumes – das was wir und die anderen am Ende als sichtbares und greifbares Resultat sehen. Wenn wir nicht die Dinge erledigen, die von uns erwartet werden, reduziert das unsere Glaubwürdigkeit. Und umgekehrt: Wenn wir die Dinge erledigen, die wir zugesagt haben, entsteht eine hohe Glaubwürdigkeit und andere Menschen schätzen uns als zuverlässig und produktiv ein.

Wie hilft mein #favouritemodel dir?

Alle 4 Komponenten des Vertrauensbaumes sind essentiell, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen. Im ersten Schritt hilft es, sich selber anhand der 4 Komponenten des Baumes zu reflektieren:

Integrität: Wofür stehe ich? Was sind meine Werte und Glaubenssätze? Entsprechen meine Handlungen meinen inneren Werten?

Absicht: Was ist mir wichtig? Was will ich erreichen? Inwiefern ist das für andere transparent? Wie gehe ich mit den Bedürfnissen anderer Menschen um und versuche Kompromisse oder Win-Win Lösungen zu finden?

Fähigkeiten: Was sind meine Stärken? Welche Fähigkeiten möchte ich einbringen?

Resultate: Welche Ergebnisse sind mir wichtig? Was habe ich anderen Personen zugesagt? Wie gehe ich damit um, wenn ich merke, dass ich Zugesagtes nicht mehr einhalten kann?

Artikel

Emotionen müssen draußen bleiben : Gefühle haben im Business nichts zu suchen. Wir müssen hier ganz rational nach Lösungen suchen. Da halten Gefühle uns nur auf und kosten zu viel Zeit.…
Hier weiterlesen

Achtsamkeit: Esoterischer Mumpitz oder Führungsansatz der Zukunft?: Das Thema Achtsamkeit bzw. Mindfulness ist eines der großen Trendthemen, die in den Führungsetagen diskutiert wird. Große Versprechen gehen mit diesem…
Hier weiterlesen